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Juso-Hochschulgruppe Tübingen

Campus der Zukunft

Ausgangslage

Die Institute und Einrichtungen der Universität Tübingen verteilen sich auf zwei Campi. Die Naturwissenschaftlichen und medizinische Eninrichtungen befinden sich zu einem Großteil auf der Morgenstelle, die Theologischen Fakultäten, die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche, die Philosophische und die Juristische Fakultät befinden sich im Tal, entlang der Wilhemstraße.
Der Talcampus ist jedoch kein Campus im engeren Sinne, da viele Institute sich auf die komplette Stadt verteilen. Das führt dazu, das die Universität auf bis zu 180 Gebäude verteilt ist. Ein Großteil dieser Gebäude ist angemietet und verursacht dadurch hohe Kosten, die durch Heizkosten und den Gebäudeunterhalt noch weiter steigen. Um die Kosten zu senken und mehr Geld für Forschung und Lehre zur Verfügung zu haben, plante die Universität eine Neuordnung des Talcamus und rief dazu einen Ideenwettbewerb aus.

Die Mensa Wilhelmstraße

Die Mensa Wilhelmstraße wurde, wie auch der Kupferbau, im Jahr 1966 im Zuge einer größeren Campusumgestaltung von Paul Baumgarten geplant und errichtet. Paul Baumgarten gilt als einer der Architekten, die maßgeblich die Architektur der Nachkriegsgeschichte geprägt hat und wichtige Gebäude, wie das Bundesverfassungsgericht, entworfen hat. Mitlerweile wurde das Gebäude mehrmals um einen Verwaltungs- und einen Küchentrakt erweitert, sowie eine energetische Gebäudesanierung durchgeführt.
  • Die Mensa verfügt nur über einen Zugang, über den Lebensmittel angeliefert und Müll abgeholt wird. Nach den aktuell geltenden Hygienevorschriften muss eine Mensa über zwei geschlossene Kreisläufe verfügen, um die Nahrung nicht zu verunreinigen. Dazu zählt auch ein zweiter Zugang, über den Nahrung angeliefert werden kann.
  • Wer einmal Mittags in der Mensa war weiß, wie schwer es ist einen Sitzplatz zu ergattern um in Ruhe zu essen und sich mit seinen Freundinnen und Freunden zu unterhalten. Das Gebäude war auf eine viel geringere Anzahl an Studierenden ausgelegt. Da in Zukunft immer mehr Studierende an der Universität erwartet werden, reicht der Platz nicht aus. Eine signifikante Steigerung der Sitzplätze ist durch die bauliche Gegebenheit ebenso nicht möglich.
  • Bei einer Sanierung der Mensa müsste man nahezu den selben Betrag ausgeben wie bei einem Neubau. Darin sind jedoch nicht die Verluste der Cafeteria einberechnet, die mehrere Millionen Euro Umsatz im Jahr macht, sowie die Kosten für eine temporäre Ausweich Mensa auf dem Schiebeparkplatz, die errichtet wird um die entfallenden Kapazitäten auszugleichen.
  • Schlussendlich wäre eine Sanierung bei laufendem Betrieb wahlweise unsinnig oder unmöglich. Unsinnig deshalb, da auf dem Schiebeparkplatz eine Zeltstadt errichtet werden würde (wer würde gerne das Ganze Jahr dort essen?) um die die Studierenden während der Bauzeit zu versorgen. Unmöglich, da nach Vorstellung der Bürgerinitiative der Küchentrakt abgerissen und neugebaut werden würde. Es stellt sich die Frage wo während der Bauzeit das Essen gekocht werden soll. Egal wie ihr diese Frage beantwortet haben die zuständigen Behörden signalisiert, das aus Hygienetechnischen Gründen ein Betrieb während der Bauzeit unmöglich wäre.